Stefan Raab Poster

Gemischte Reaktionen: Stefan Raab feiert Bühnen-Comeback


Marek Bang  

2015 verabschiedete sich ProSiebens Allzweckwaffe Stefan Raab in den selbst gewählten TV-Ruhestand und hinterließ ein Loch, das der Sender bis heute nicht zu füllen vermochte. Nach drei Jahren feierte der Entertainer nun ein Comeback in seiner Heimatstadt Köln. TV-Kameras waren nicht zugelassen. Die Reaktionen der Kritiker fielen gemischt aus.

Ob in Wok-Weltmeisterschaften, beim Turmspringen oder natürlich in seiner Parade-Sendung „Schlag den Raab“, Stefan Raab zeigte sich stets voller Ehrgeiz vor den Kameras. Glaubt man manchen Kritikern seines Bühnen-Comebacks, ist ihm genau dieser Biss bei seiner Rückkehr abhanden gekommen. Aber der Reihe nach: 2015 verabschiedete sich der Entertainer von seiner TV-Karriere und zeigte sich seitdem selten in der Öffentlichkeit. 2017 folgte dann die überraschende Ankündigung eines einmaligen Auftritts in der Kölner Lanxess-Arena. Aus dem wurden schnell drei und am Donnerstag, den 18. Oktober 2018 ging es los.

Gemeinsam mit den Heavytones sowie Weggefährten wie Elton, Stefanie Heinzmann und Max Mutzke begann um kurz nach 20 Uhr ein nostalgisch gefärbter Abend, der viele Stationen von Raabs Karriere Revue passieren ließ. Später gesellten sich noch die Komiker Luke Mockridge, Carolin Kebekus, Rapper Sido sowie die Toten Hosen dazu. Der Ton war mit dieser Besetzung gesetzt und schnell wurde klar, dass es sich hauptsächlich um die musikalische Karriere Raabs handelt, die der Entertainer in Köln noch einmal aufleben ließ. Hits wie „Wadde Hadde Dudde Da“ oder der „Maschendrahtzaun-Song“ bildeten den Rahmen des Abends. Regina Zindler war leider nicht anwesend, was sie heute macht, erfahrt ihr in hier. Noch mehr Nostalgie gibt es in der Bilderstrecke:

Das ist doch irgendwie, näh??? Die 12 lustigsten Videos aus „TV Total“

Kritiker bemängeln: Raab wirke planlos

Während das Publikum ihren Liebling in der Halle feierte, hält sich der Feuilleton vornehm zurück. Luisa Schwebel vom Stern schreibt, Raab wirke zwischen den Liedern bei seinen Stand-Ups planlos, lobt aber seine Leidenschaft an den diversen Musikinstrumenten. Jonas Leppin vom Spiegel spricht ebenfalls von Planlosigkeit, geht in seiner Bewertung aber noch härter mit dem Entertainer ins Gericht. Die Party wolle seiner Meinung nach nicht zünden, die Gäste blieben blass und der Show fehle es an Überraschungen und Ehrgeiz. Sebastian Eder von der FAZ fasst die Veranstaltung schließlich als ein „Lebenszeichen an die Hardcorefans“ zusammen. Vielleicht war es ja einfach genau das und von Stefan Raab auch genau so gemeint. Nicht mehr und nicht weniger.

News und Stories

Kommentare

Fixierungspuder | Withdrawal | ダウンロード APK